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Projekt Stolpersteine

Projekt Stolpersteine

Foto von in Braunschweig verlegten Stolpersteinen

Ein kleiner, in den Fußweg vor der letzten frei gewählten Wohnstätte eingelassener Würfel holt die Opfer aus der Anonymität heraus und dorthin zurück, wo sie als Nachbarn gelebt haben. Eine schlichte Messingplatte, verankert an der Oberfläche des Würfels, trägt die Aufschrift “Hier wohnte“ und darunter folgen Namen, Geburtsdatum und das weitere Schicksal des jeweiligen Opfers. Für einige Opfer wird auch ein Stein vor der ehemaligen Schule oder der ehemaligen Arbeitsstätte mit entsprechender Aufschrift verlegt.

Was als limitierte Kunstaktion im öffentlichen Raum begann, entwickelte sich zur „Bürgerbewegung“, in der Einzelpersonen und Initiativen das Schicksal verschleppter Mitbürger in ihrer Stadt recherchierten und den Künstler Gunter Demnig beauftragten, es mit „Stolpersteinen“ für die Nachwelt sichtbar zu machen.

Seit einigen Jahren werden auch in Braunschweig „Stolpersteine“ verlegt. Dabei arbeitet der für das Projekt gegründete Verein „Stolpersteine für Braunschweig Förderverein e.V.“ primär mit Braunschweiger Schulen zusammen, deren Schülerinnen und Schüler ab dem 9. Jahrgang die Biografien der Opfer recherchieren.

Seit der letzten Verlegeaktion am 18. November 2016 gibt es insgesamt 304 Stolpersteine sowie eine Stolperschwelle in Braunschweig.

Weitere Steine werden folgen.

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