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Bühne

Minna von Barnhelm oder Das Soldatenglück

Auf dem Bild: Ursula Hobmair, Philipp Grimm | © Volker Beinhorn

Lustspiel von Gotthold Ephraim Lessing.

Der Krieg ist vorbei. Major von Tellheim, im Kampf verwundet, erweist sich den Kriegsverlierern gegenüber mild und zahlt die Gelder, die er bei ihnen eintreiben soll, kurzerhand selbst. Daraufhin wird er mit Bestechungsvorwürfen konfrontiert und unehrenhaft aus der Armee entlassen. Verletzt an Körper, Ehre und Würde kommt er nach Berlin, um seine Angelegenheiten rechtlich zu klären. Jedes Hilfsangebot weist er zurück.

Minna von Barnhelm, Tellheims Verlobte, ist ihm nachgereist. Nach Kriegsende will sie ihn nun endlich heiraten. Aber Tellheim weist auch sie zurück. Er – der Krüppel, Bettler, Entehrte – gibt sie um ihres Glückes willen frei.

Doch das mit dem Glück sieht Minna anders. Sie gibt sich als mittellos aus, und schon hat Tellheim einen Grund, die Frau, die seinetwegen Qualen erleidet, durch ein erneuertes Eheversprechen zu retten und zu beschützen. Gleichzeitig werden die ihm entgegengebrachten Vorwürfe aufgeklärt und er bekommt Güter und Ehre zurück. Doch nun geht Minna einen Schritt weiter und wendet jene Argumente, die Tellheim zuvor ihr entgegengebracht hatte, gegen ihn: Sie, die verstoßene, mittellose Frau, könne nicht von ihm ausgehalten werden, denn »Gleichheit ist allein das feste Band der Liebe.«

Selbst wenn sich am Ende der dramatische Knoten auflösen lässt und sich Minna und Tellheim wohlhabend und in Würde gegenüber stehen, bleibt diese Forderung Minnas an eine gemeinsame Zukunft bestehen.

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