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Ausstellungen

Ausstellung „Gleich aber anders. Kunst im Blick der Outsider Art“

In der Kunst des 20. Jahrhunderts spielt der Rückgriff auf die Kunstgeschichte, das Zitieren und Paraphrasieren von Bildern eine nicht unbedeutende Rolle. Viele Künstler nehmen Bezug auf Werke ihrer Künstlerkollegen aus früheren Jahrhunderten. Picasso zum Beispiel hat Bilder von Cranach, Rembrandt, Velázquez, Delacroix und Manet zum Ausgangspunkt eigener Werke genommen. Nicht im Sinne einer Kopie, sondern als eine eigenständige Interpretation. Auch im Bereich der Outsider Art findet man immer wieder Werke, die ganz offensichtlich nach einem Vorbild aus der Kunstgeschichte entstanden sind. Angesprochen von einem Motiv oder einem Thema wird das Gesehene in die eigene Bildsprache übertragen. Das Ergebnis ist überraschend ähnlich und gleichzeitig überraschend anders.

 

In der Ausstellung zeigen zwölf Künstlerinnen und Künstler ihre Sichtweise auf die Kunst, was sie fasziniert und wie sie mit den Vorbildern umgehen. Volker Darnedde hat die beiden Engel zum Vorbild genommen, die am unteren Bildrand der Sixtinischen Madonna den Betrachter direkt anblicken. Diese Engel haben bereits im 19. Jahrhundert eine Solokarriere gemacht und finden sich seitdem auf Porzellantassen, in Poesiealben und auf Keksdosen wieder. Das Lümmelhafte, Gelangweilte, den Betrachter Provozierende der beiden Engel hat Volker Darnedde in seiner Adaption des Gemäldes auf die Spitze getrieben. Seine Engel haben alles Kindliche verloren.

 

Die Ausstellung „Gleich aber anders“ steht für eine lustvolle Auseinandersetzung mit Werken der Kunstgeschichte und verspricht eine besondere Form des Erkenntnisvergnügens. Vertreten sind Künstlerinnen und Künstler der Ateliers Die Schlumper, Hamburg, Atelier Freistil, Hamburg, Geyso20, Braunschweig, atelier hpca, Oberschleißheim, Kunsthaus KAT18, Köln, Kunsthaus Kannen, Münster, Kunstwerkstatt Mosaik, Berlin und die freischaffende Künstlerin Petra Weifenbach, Köln.

 

Eröffnet wird die Ausstellung „Gleich aber anders“ am Freitag, 15. Juni, um 19 Uhr in der Galerie Geyso 20, Geysostraße 20, Braunschweig. Sie ist zu sehen bis 17. August 2018, montags bis freitags von 13 bis 17 Uhr sowie am Samstag, 16. Juni, ebenfalls von 13 bis 17 Uhr. Weitere Besuche sind nach Vereinbarung (Telefon 0531 4719 334) möglich.

Termine und Informationen

Die Veranstaltung liegt in der Vergangenheit (18.06.2018 - 17.08.2018)

Ort: Galerie Geyso20



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