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EASA-Zertifikat für Flughafen BS-WOB

Braunschweig, 18. Januar 2018 Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH

Bei der Zertifikatsübergabe am Flughafen, von links: Braunschweigs Erster Stadtrat Christian Geiger, Wolfsburgs ehrenamtlicher Bürgermeister Günter Lach, Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth, Boris Gelfert (einer der beiden Flughafengeschäftsführer), Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann, Sabah Enversen (stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats des Flughafens) und Gerhard Radeck (Landrat des Landkreises Helmstedt). (© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)
Bei der Zertifikatsübergabe am Flughafen, von links: Braunschweigs Erster Stadtrat Christian Geiger, Wolfsburgs ehrenamtlicher Bürgermeister Günter Lach, Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth, Boris Gelfert (einer der beiden Flughafengeschäftsführer), Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann, Sabah Enversen (stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats des Flughafens) und Gerhard Radeck (Landrat des Landkreises Helmstedt).
(© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)

Dr. Bernd Althusmann, niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung hat an diesem Donnerstag, 18. Januar 2018, am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg die EASA-Zertifikats-Urkunde überreicht. Dieses Zertifikat nach den Vorgaben der Europäischen Agentur für Luftsicherheit (EASA) ist Voraussetzung für den künftigen Betrieb des Flughafens. Dem Flughafen wird bestätigt, dass er alle hohen Sicherheitsanforderungen der EASA sowohl bei der Infrastruktur als auch bei den betrieblichen Abläufen erfüllt.

"Mit dem EASA Zertifikat wird sichergestellt, dass der Forschungsflughafen Braunschweig-Wolfsburg auch zukünftig seine zentrale Funktion für das Luftfahrtcluster und die Wirtschaft in der Region erfüllen kann. Ich danke allen Beteiligten, die zum erfolgreichen Abschluss dieses aufwendigen und wichtigen Zertifizierungsverfahrens beigetragen haben. Das ist ein entscheidender Beitrag, um diese wichtige Infrastruktur zukunftsfest zu machen,“  erklärte der Wirtschaftsminister bei der Übergabe der Urkunde.

Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth betont: "Die EASA-Zertifizierung für den Betrieb des Verkehrsflughafens ist ein wichtiger Baustein für die Zukunftssicherung unseres dynamisch wachsenden Forschungsflughafens mit seinen mehr als 2800 Arbeitsplätzen. Der Braunschweiger Forschungsflughafen gehört inzwischen zu einem der europaweit wichtigsten Standorte der Mobilitätsentwicklung."

Minister Dr. Bernd Althusmann (links) und Boris Gelfert, einer der beiden Flughafengeschäftsführer, bei der Übergabe der Urkunde. (© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)
Minister Dr. Bernd Althusmann (links) und Boris Gelfert, einer der beiden Flughafengeschäftsführer, bei der Übergabe der Urkunde.
(© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)

Und sein Wolfsburger Kollege Klaus Mohrs unterstreicht die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens für die Wirtschaft der gesamten Region: "Insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht ist die Mobilität ein immens wichtiger Faktor. Schnelligkeit und Flexibilität sind Eigenschaften, die einen direkten Standort- und Wettbewerbsvorteil mit sich bringen können. Vor dem Hintergrund, dass Teile unsere regionalen Wirtschaft stark international ausgerichtet sind und weltweit Standorte unterhalten, steht mit dem Flughafen ein wichtiges und modernes Instrument zur Verfügung, das optimale Bedingungen schafft.“

Vorausgegangen war ein aufwändiger Zertifizierungsprozess, um die Vorgaben zu erfüllen, die zum 1. Januar 2018 von allen europäischen Flughäfen zwingend erfordert wurden. Das EASA-Team, bestehend aus Mitarbeitern der Flughafengesellschaft sowie zeitweise externen Beratern, war 18 Monate damit beschäftigt, die Zertifizierungsunterlagen zu erarbeiten. Unterstützt wurden sie dabei von allen Kolleginnen und Kollegen des Flughafens.

Auf dem Weg zur Zertifizierung mussten ca. 1500 Punkte mit im Schnitt jeweils mindestens fünf Unterpunkte, also gut 7.500 Punkte zur Flughafeninfrastruktur und betrieblichen Abläufen bearbeitet werden. Hinzu kamen eine ganze Reihe von Unterlagen, die darüber hinaus erstellt werden mussten, bis hin zu einer Neu-Vermessung des Flughafengeländes. Grundlage dafür war ein gut 600 Seiten umfassender Fragenkatalog.

Matthias Disterheft, Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft:  "Die Beteiligen an der Erarbeitung der Unterlagen haben die gestellte Aufgabe vorbildlich und mit großem Einsatz erfüllt. Dafür kann ich mich nur bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken. Mich freut, dass die Zusammenarbeit mit der Aufsichtsbehörde im Wirtschaftsministerium so gut geklappt hat."

Sabah Enversen, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender: "Der Aufsichtsrat hat den Zertifizierungsprozess immer eng begleitet. Es war für alle Beteiligten ein Kraftakt, da der Flugbetrieb ja während der gesamten Zeit aufrechterhalten worden ist. Ohne das erhebliche Engagement des  gesamten Flughafen-Teams insbesondere des Teamleiters Alexander Kirchhoff wäre das Ergebnis nicht denkbar gewesen, das verdient dafür unsern besonderen Respekt."

Und Boris Gelfert, einer der beiden Flughafengeschäftsführer, der die Urkunde in Empfang nahm: "Eine Folge der Zertifizierungs-Arbeiten war auch eine Anpassung der Flughafen-Organisation an die EASA-Vorgaben. Die Zertifizierung war nicht nur mit Blick auf den Arbeitsaufwande in Kraftakt, sondern auch finanziell, denn die gesamten Kosten liegen bislang bei ca. 700 000 Euro. Der Prozess ist damit nicht abgeschlossen, er wird den Flughafen auch in Zukunft beschäftigen."

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