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Till Eulenspiegel im Städtischen Museum

Braunschweig, 14. Juni 2017 Stadt Braunschweig, Pressestelle

Stab des Präsidenten der Karneval-Vereinigung der Rheinländer Braunschweig e.V. (Foto: Städtisches Museum Braunschweig / Dirk Scherer)

Das Städtische Museum zeigt unter dem Titel „Till Eulenspiegel in der Stadt der Schälke“ im Haus am Löwenwall eine Ausstellung zu Till Eulenspiegel und seiner künstlerischen Rezeption in Braunschweig im 19. und 20. Jahrhundert. Um möglichst vielen Besucherinnen und Besuchern die Teilnahme an der Eröffnungsveranstaltung zu ermöglichen, finden am Sonntag, 18. Juni, gleich zwei Eröffnungen statt: um 15 und um 18 Uhr. Der Eintritt ins Museum ist an diesem Tag ab 14 Uhr frei. Die Ausstellung umfasst ein umfangreiches Begleitprogramm für alle Altersgruppen und läuft bis zum 8. Oktober.

„Till Eulenspiegel gehört zu den Identifikationsfiguren Braunschweigs“, hebt der Direktor des Städtischen Museums, Dr. Peter Joch, hervor. „Geboren im nahen Kneitlingen, erfreut man sich in Braunschweig seit Jahrhunderten an seinen Streichen. Wer kennt sie nicht, die Geschichte von den aus Brotteig gebackenen Eulen und Meerkatzen oder jene vom Schuster, der Eulenspiegels Stiefel mit Speck spickte und dafür den Zorn des närrischen Till zu spüren bekam? Dies sind nur zwei von mehreren in Braunschweig zu lokalisierenden Eulenspiegeleien.“

"Ex Libris" von Otto Holl (Foto: Städtisches Museum Braunschweig / Dirk Scherer)

„Vom Bäckerklint über Altstadt- und Kohlmarkt bis zum Damm ziehen sich die literarisch verbürgten Ereignisorte durch die Stadt“, erläutert Dr. Andreas Büttner, Kurator der Ausstellung. „Der Eulenspiegelbrunnen neben der im Zweiten Weltkrieg untergegangenen historischen Eulenspiegel-Bäckerei erinnert ebenso an den Erznarren wie das Glockenspiel am Ziegenmarkt oder die Türgriffe am Rathaus.“

Anlässlich der Schenkung des Originalentwurfs des Kneitlinger Eulenspiegel-Denkmals durch die Erben des Bildhauers Theo Schmidt-Reindahl begab sich das Team des Städtischen Museums Braunschweig auf die Suche nach weiteren Eulenspiegeleien in der Sammlung. Gemälde, Skulpturen, Reliefs, graphische und kunstgewerbliche Arbeiten belegen die künstlerische Auseinandersetzung mit Till Eulenspiegel in Braunschweig im 19. und 20. Jahrhundert. Bedeutende Künstler – u.a. Günther Clausen, Adolf Koeppen, Arnold Kramer, Eberhard Linke, Siegfried Neuenhausen – haben sich mit Till Eulenspiegel beschäftigt und seine Persönlichkeit und sein Wirken in eindrucksvoller, aber auch humoristischer Weise dargestellt.

Ergänzt durch ausgewählte Leihgaben, wird die Geschichte des Eulenspiegel-Brunnens ebenso lebendig wie die Tradition des bis heute produzierten Eulenspiegel-Backwerks Eulen und Meerkatzen. Thema sind auch kuriose Eulenspiegeleien in der realen Geschichte. So zierte der närrische Till jeden Geldschein des nach dem Ersten Weltkrieg ausgegebenen Braunschweiger Notgeldes.

Dr. Peter Joch: „Die Ausstellung schlägt einen Bogen von der ersten Darstellung Till Eulenspiegels vom Anfang des 16. Jahrhunderts bis zum Braunschweiger Karneval, der im Erznarren Eulenspiegel eine seiner Traditionsfiguren gefunden hat: Till Eulenspiegel ist lebendig und hält noch immer den Menschen den Spiegel vor!“

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