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Mehr Aktionen gegen Schrotträder am Bahnhof

Braunschweig, 18. April 2018 Stadt Braunschweig, Referat Kommunikation

Viele der Fahrradständer auf dem Bahnhofsvorplatz sind regelmäßig durch aufgegebene und nicht mehr fahrbereite Fahrradwracks belegt, das blockiert Stellplätze. (© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)
Viele der Fahrradständer auf dem Bahnhofsvorplatz sind regelmäßig durch aufgegebene und nicht mehr fahrbereite Fahrradwracks belegt, das blockiert Stellplätze.
(© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)

Schrottfahrräder auf dem Platz vor dem Hauptbahnhof werden künftig sieben statt bisher rund zweimal im Jahr beseitigt. Der Verwaltungsausschuss hat am Dienstag, 17. April, einer entsprechenden Vereinbarung mit der Deutschen Bahn AG (DB) zugestimmt. Die Stadt beteiligt sich wie bisher zur Hälfte an den Aufräumkosten.

Viele der Fahrradständer auf dem Bahnhofsvorplatz, der im Eigentum der Bahn steht, sind regelmäßig durch aufgegebene und nicht mehr fahrbereite Fahrradwracks belegt. Das blockiert Stellplätze und beeinträchtigt erheblich das Erscheinungsbild dieses Entrees zur Stadt. Künftig wird die DB sieben Aufräumaktionen im Jahr durchführen. Mitarbeiter des Unternehmens markieren dann Fahrradwracks mit Banderolen, auf denen die Besitzer aufgefordert werden, das Fahrrad zu entfernen. Ist dies nach Ablauf einer Frist nicht erfolgt, beseitigt die DB die Räder selbst.

Ähnlich verfährt die Stadtverwaltung mit Schrottfahrrädern auf öffentlichem Grund und Boden im Stadtgebiet. Sie werden markiert und, wenn der Besitzer nicht reagiert, entfernt und verwertet. Vom Bahnhofsvorplatz kann die Stadtverwaltung keine Fahrradwracks entfernen, weil es sich, wie gesagt, um Gelände der Bahn handelt.

Grundsätzlich ist die Situation am Hauptbahnhof auch im Blick auf fahrtüchtige Räder, die regelmäßig bewegt werden, unbefriedigend. Es fehlen Abstellmöglichkeiten. In enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn strebt die Verwaltung deshalb eine grundsätzliche städtebauliche Konzeption für weite Teile des Bahnhofsbereichs an, die auch das Thema Fahrradabstellung nachhaltig lösen soll. Kurzfristig sollen über die Verkürzung der Aufräumintervalle hinaus folgende Maßnahmen die angespannte Situation entlasten:  

Vor dem McDonalds-Restaurant werden bis Mitte des Jahres die vorhandenen Fahrradständer ergänzt. Die Anlage wird zu beiden Seiten etwas erweitert. Damit werden Bereiche geordnet, in denen bereits heute regelmäßig Fahrräder stehen, aber nicht angeschlossen werden können. Künftig können rund 100 Räder zusätzlich stand- und diebstahlsicher abgestellt werden.

Auf den zwei Verkehrsinseln des Berliner Platzes sollen, ebenfalls bis Jahresmitte, versuchsweise mobile Bügel für jeweils 50 Räder aufgestellt werden. Damit lässt sich die Akzeptanz dieser Standorte überprüfen.

Die DB plant, längerfristig den Südausgang städtebaulich und funktional aufzuwerten. In diesem Zusammenhang will die Stadt eine überdachte Fahrradabstellanlage errichten, die zunächst auf rund 200 Fahrräder ausgelegt, aber erweiterbar sein soll. Liegen konkrete Pläne vor, werden sie in den Gremien öffentlich präsentiert. Kleinere Maßnahmen wie die Aufstellung einiger Fahrradständer im Bereich des Fernbusbahnhofs ergänzen die genannten Projekte, mit denen Abstellsituation für Fahrräder schrittweise verbessert wird.

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