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Fledermausturm am Dowesee

Braunschweig, 25. Januar 2018 Stadt Braunschweig, Referat Kommunikation

Fotomontage: Fledermausturm am Dowesee. (Quelle: Institut für Landschaftsarchitektur (ILA) der TU Braunschweig.)
Fotomontage: Fledermausturm am Dowesee.
(Quelle: Institut für Landschaftsarchitektur (ILA) der TU Braunschweig.)

Die Stadtverwaltung schlägt vor, im Stadtgebiet einen von Studenten der Landschaftsarchitektur an der TU Braunschweig entwickelten Fledermausturm aufzustellen. Er soll in Spalten lebenden Fledermäusen als Quartier dienen. Ein möglicher Standort könnte am Dowesee im Schul- und Bürgergarten sein. Darüber hat Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer den Planungs- und Umweltausschuss informiert. Vor der Entscheidung über die Standortfrage werden auch noch der Stadtbezirksrat und der Grünflächenausschuss beteiligt.

Hintergrund ist die Realisierung des „BraWo-Parks“, für das der Bebauungsplan dem Vorhabenträger auferlegte, als artenschutzrechtliche Kompensationsmaßnahme unter anderem Nisthilfen für Fledermäuse zu installieren und zu finanzieren. Dazu zählt neben weiteren Ersatzquartieren im Umfeld des BraWo-Parks auch der geplante Fledermausturm. Der Standort am Dowesee ist aus Sicht der Verwaltung besonders geeignet, da sich dort auch das Regionale Umweltbildungszentrum befindet und das Thema Fledermäuse in die Projekte des Zentrums integriert werden könnte – mit wichtigen Synergien von Artenschutz und Umweltbildung. Der Fledermausturm (Modellgrafik siehe anhängende Fotomontage) vereint hohe Funktionalität und ein anspruchsvolles architektonisches Erscheinungsbild.

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts haben die Fledermausbestände Europas Bestandseinbrüche erfahren. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Insbesondere gebäudebewohnende Fledermäuse wurden stark dezimiert, weil sie ihre Behausungen verloren. Gebäudesanierungen und moderne Bauweisen bieten keine geeigneten Quartierstrukturen mehr für die spaltenbewohnenden Arten.

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