Menü und Suche

Klimaschutzpreis: Gewinner ausgezeichnet

Braunschweig, 14. Dezember 2017 Stadt Braunschweig, Referat Kommunikation

Die Jury (vorne) mit den Gewinnern des Klimaschutzpreises. (© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)
Die Jury (vorne) mit den Gewinnern des Klimaschutzpreises.
(© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)

Die Gewinner des ersten Braunschweiger Klimaschutzpreises stehen fest: Mittwochabend fand die Verleihung des mit 15.000 Euro dotierten Preises statt. In den vier Wettbewerbskategorien wurden insgesamt acht Hauptpreise vergeben, die einen beeindruckenden Einblick in die vielfältigen Klimaschutzaktivtäten der Braunschweiger Bürgerinnen und Bürger gaben.

Stadtbaudezernent Heinz-Georg Leuer, selbst Mitglied der Jury, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Wettbewerb: „Der Braunschweiger Klimaschutzpreis hat nicht nur erstaunlich viele verschiedene Facetten des Themas Klimaschutz gezeigt, sondern auch, dass diese Zukunftsaufgabe in Braunschweig mit sehr viel Kreativität und Engagement angegangen wird. Wir sind auf einem guten Weg.“

In der Kategorie „Bauen und Sanieren“ siegte das 4-Generationenhaus der Familie Sommer, das ein Musterbeispiel eines energieeffizienten Hauses darstellt und in der Bilanz mehr Energie erzeugt als es verbraucht. Den zweiten Preis erhielt der Förderkreis Umwelt- und Naturschutz Hondelage e.V. für den Bau des NaturErlebnisZentrums, dessen Besonderheit in einer Strohballendämmung besteht, die von den Vereinsmitgliedern in 10.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit eingebracht wurden.

Die Erst- und Zweitplatzierten des Klimaschutzpreises mit der Jury. (© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)
Die Erst- und Zweitplatzierten des Klimaschutzpreises mit der Jury.
(© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen; Weiterverbreitung nicht gestattet.)

In der Kategorie „Kleine Unternehmen“ wurde der Laden „Wunderbar Unverpackt“ mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Dieser bietet Lebensmittel und Artikel des täglichen Bedarfs lose, verpackungs- und plastikfrei an. Kunden können eigene Behältnisse mitbringen und gehen mit dem guten Gefühl nach Hause, Energie- und Ressourcen eingespart, Müll vermieden und zum Meeresschutz beigetragen zu haben. Zweiter Sieger ist der Energie- und Umweltladen EULA, der seit Jahrzehnten konsequent auf schadstoffgeprüfte und ressourcenschonend hergestellte Möbel, Naturmaterialien im Schlafbereich und ökologische Baumaterialien, wie Naturfarben, setzt.

In der Kategorie „Kunst“ erhielt Angelika Chamier Gliszczynski einen Hauptpreis für ihr ästhetisch gestaltetes Buch „mach dir WAS draus“, das Anleitungen zum kreativen Umgang mit Dingen gibt, die sonst weggeworfen würden. Ein gelungenes Beispiel für das Upcycling-Motto: „Ein zweites Leben für den Müll“.

Gewinner in der Sonderkategorie ist das Team um das Organic-Beats-Festival, ein Musikevent, das auf Solarenergie und Nachhaltigkeit setzt. Einen 2. Preis erhielt die Foodsharing-Initiative Braunschweig, die in den letzten drei Jahren über 67.000 kg aussortierte Lebensmittel einer sinnvollen Verwendung zuführte. Dafür wurden bisher 23 kooperierende Abgabe-Betriebe und zahlreiche lokale Abnehmer gefunden. In dieser Kategorie wurde noch ein weiterer zweiter Preis für ein sehr besonderes Projekt vergeben: Amberskin. Die Braunschweiger Industriedesigner Michelle Grüne und Arved Bünning entwickelten eine pflanzliche Lederalternative auf der Basis eines Pilzes, die chemiefrei ist, mit geringstem Wasserverbrauch und ohne klimawandelverursachende Tierhaltung auskommt.

Da es der Jury ein Anliegen war, weitere Projekte zu würdigen, wurden darüber hinaus sieben kleine Anerkennungspreise vergeben: für das Passiv-Doppelhaus des Architekten Marcus Aurelius Jensen sowie für die künstlerischen Beiträge der Schülerinnen Merle Bischoff und Paula Löbermann (Film), Mareike Döhl (Bild) sowie die Eisbär-Figur von June Hoferichter und Levke Ibs. In der Sonderkategorie erhielten zwei Stadtgärtnerprojekte, urbane BOTNIK e.V. und der JugendUmweltPark, sowie das Lastenradprojekt „Heinrich der Lastenlöwe“ einen Anerkennungspreis.

Die etwa 80 anwesenden Wettbewerbsteilnehmerinnen und –teilnehmer erlebten eine abwechslungsreiche Veranstaltung im Roten Saal, bei der auch der Deutsche Meister im Science Slam, der Braunschweiger Martin Buchholz, einen Beitrag zum Thema Energie leistete.

Der Braunschweiger Klimaschutzpreis geht auf einen Ratsbeschluss zurück. Über die Verteilung des Preisgeldes entschied eine fünfköpfige Jury, bestehend aus dem Stadtbaudezernent Heinz-Georg Leuer, den Ratsmitgliedern Manfred Dobberphul, Claas Merfort und Dr. Rainer Mühlnickel sowie Astrid Hilmer vom Bürgerverein Regionale Energie- und KlimaschutzAgentur e. V. (reka).

alle Nachrichten