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300 Wohnungen an der Berliner Straße geplant

Braunschweig, 21. August 2018

Die Verwaltung legt dem Rat den Satzungsbeschluss zur Kurzekampstraße vor. Stimmt der Rat zu, ist das der Startschuss für den Investor für sein Wohnbauprojekt an der Berliner Straße. Auf dem Gelände des früheren "Praktiker"-Marktes soll ein gemischtes Quartier mit etwa 300 Wohnungen entstehen. Dazu kommen weitere Einrichtungen wie Büros, ein Boardinghaus und ein Biomarkt. Am 21.August berät darüber zunächst der Planungs- und Umweltausschuss.

"Stimmt der Rat zu, kann der Bau eines weiteren großen innenstadtnahmen Baugebiets beginnen", freute sich Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer. Die Verwaltung hatte den Bebauungsplan im Mai öffentlich ausgelegt, jetzt sind alle Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern sowie Träger öffentlicher Belange ausgewertet und der Bebauungsplan liegt zur abschließenden Bewertung durch den Rat vor. "Noltemeyerhöfe, Langer Kamp, Heinrich-der-Löwe, dazu die neue Nordstadt und Alsterplatz: Lauter Großprojekte, mit denen in Kürze eine große Zahl von Wohnungen auf den Markt kommen und für Entlastung sorgen wird", sagte Leuer. Auch in der Kurzekampstraße werden 20 Prozent der Wohnungen vergünstigt angeboten.

Der vom Investor vorgelegte Entwurf besteht aus einer fünfgeschossigen Randbebauung entlang der Berliner Straße mit Mischnutzung und einer drei- bis viergeschossigen Bebauung im rückwärtigen Bereich. Rund 65 Prozent der geplanten Wohnungen werden als Ein- oder Zwei-Zimmer-Wohnungen mit einer Größe von 40 Quadratmetern konzipiert (Mikroappartements). Die Zielgruppe sind nicht nur Studierende der nahe gelegenen TU, sondern auch Alleinstehende und ältere Menschen. Es wird sich überwiegend um Mietwohnungen handeln.

Eine Besonderheit des Baugebiets ist dort die Kombination aus Wohnen und Arbeiten. Aufgrund der Lage nahe der Innenstadt und der Technischen Universität Braunschweig ist das Gebiet für die Entwicklung eines verdichteten städtischen Quartiers besonders gut geeignet. Insbesondere durch die zentrale Lage sowie die gute Erschließung und Anbindung an das Fuß- und Radwegenetz können die umliegenden Infrastruktur- und Versorgungsangebote der Stadt problemlos erreicht werden.

Darüber hinaus wird durch die vorliegende Planung den Wohn- und Arbeitsbedürfnissen einer wachsenden Bevölkerung sowie den allgemeinen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse Rechnung getragen. Durch die Schaffung einer angemessenen Nutzungsmischung innerhalb des Quartiers und einer guten Einbindung in die vorhandenen Strukturen der Innenstadt entsteht ein vitales Stück Stadt, dass sicher positive Impulse in die Umgebung setzt.


Ebenfalls zur Ratssitzung am 4. September legt die Stadtverwaltung den Satzungsbeschluss für einen Neubau des teilweise leerstehenden Nahversorgungszentrums Elbestraße vor. Die Wiederaufbau eG plant dort Neubauten für einen Lebensmittelmarkt mit einer Verkaufsfläche von 1.500 Quadratmetern sowie einer Bäckereifiliale, ein Arzt- und Geschäftshaus. Die Verwaltung erwartet eine deutliche städtebauliche Verbesserung. Das künftige Nahversorgungszentrum öffnet sich gegenüber den öffentlichen Räumen. Zwischen den Gebäuden entsteht eine Platzfläche zum Verweilen und zum Austausch. "Für den westlichen Bereich der Weststadt wird ein attraktives Nahversorgungsangebot geschaffen", so Leuer.

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