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Sprachliche Bildung wird in Kita-Alltag integriert

Braunschweig, 08. Juni 2017 Stadt Braunschweig, Pressestelle

Von links: Elif, Amie und Mayra aus der Kita St. Georg schauen sich ein Bilderbuch an. (Foto: Stadt Braunschweig / Michaela Heyse)
Von links: Elif, Amie und Mayra aus der Kita St. Georg schauen sich ein Bilderbuch an.
(Foto: Stadt Braunschweig / Michaela Heyse)

Mit dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ unterstützt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die sprachliche Bildung in Kindertagesstätten. In Braunschweig nehmen insgesamt 30 Kitas am Bundesprogramm teil, damit erreicht das Projekt 28 Prozent aller Kinder in Braunschweiger Kindertagesstätten.

Martin Albinus, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie, freut sich darüber, dass sich viele Einrichtungen in unterschiedlicher Trägerschaft beteiligen: „Sprachkompetenzen eröffnen allen Kindern gleiche Bildungschancen von Anfang an. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass sprachliche Bildung besonders wirksam ist, wenn sie früh beginnt.“

Im Rahmen des Programms kooperieren zusätzliche Fachkräfte mit den Kitaleitungen und begleiten die Teams bei der Weiterentwicklung der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung. Sie ermutigen die pädagogischen Fachkräfte, ihr Handeln mit Sprache zu begleiten. Gesprächsanlässe im Kita-Alltag werden bewusst geschaffen und genutzt, um den Wortschatz und die Sprachfähigkeiten der Kinder im feinfühligen Dialog zu erweitern. So erweitern beispielsweise Alltagssituationen wie das Mittagessen die Sprache der Kinder handlungsbegleitend. Das gemeinsame Eindecken, Tischsprüche, das Äußern von Bedürfnissen und Gespräche während der Mahlzeiten bieten viele Möglichkeiten dazu.

Von links: Antonia, Leonie und Jasmin aus der Kita St. Georg beim Malen. (Foto: Stadt Braunschweig / Michaela Heyse)
Von links: Antonia, Leonie und Jasmin aus der Kita St. Georg beim Malen.
(Foto: Stadt Braunschweig / Michaela Heyse)

Auch die Zusammenarbeit mit den Familien der Kinder ist ein wichtiger Aspekt: Schon vor der Aufnahme in die Kindertagesstätte besuchen pädagogische Mitarbeiterinnen der Sprach-Kita die Familien zu Hause, um Kommunikation und Vertrauen aufzubauen.

Stefanie Wiesner, Fachberaterin für Sprach-Kitas bei der Stadt Braunschweig, unterstützt kontinuierlich und prozessbegleitend die Qualitätsentwicklung in den „Sprach-Kitas“ in Braunschweig. Sie führt das Qualifizierungsprogramm durch und unterstützt die Einrichtungen bei der Umsetzung. Wiesner betont, dass sich das Bundesprogramm nicht nur an Kinder mit Förderbedarf, sondern an alle Kinder in den Sprach-Kitas richtet: „Alle Kinder und Familien sollen gleiche Teilhabechancen bekommen, deshalb werden in der Sprach-Kita alle Kinder alltagsintegriert in ihrer sprachlichen Entwicklung begleitet.“

Das evangelische Familienzentrum St. Georg nimmt seit Anfang 2016 an dem Programm teil. Leiterin Dagmar Jürges: „Bereits die Teilnahme am Vorläuferprogramm ‚Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration‘ hat uns positiv begleitet und uns darin bestärkt, die alltagsintegrierte Sprachbildung als natürlichen Prozess der pädagogischen Arbeit zu verstehen und fest in unserem Konzept zu verankern.“

Christine Scherf, Leitung der evangelischen Kita St. Andreas, bestätigt die positiven Auswirkungen auf die pädagogische Arbeit in den Einrichtungen: „Über die Teilnahme am Bundesprogramm sind wir immer wieder aufgefordert, unsere Haltung in der Zusammenarbeit mit den Kindern und Familien zu reflektieren. Wir erfahren dabei Begleitung und Unterstützung und können unsere Arbeit stetig weiterentwickeln.“

Tanja Brandes, Leiterin der Kita Broitzem des Paritätischen Braunschweig: „Die externe Fachberatung begleitet und berät uns jetzt noch ein Stück weit mehr zum Thema ‚sprachliche Bildung‘. Dadurch werden unsere Haltung, unser Handeln und Methoden stetig weiterentwickelt, gefestigt und qualifiziert. Unsere zusätzliche Fachkraft trägt dazu bei, den Bereich der sprachlichen Bildung langfristig und nachhaltig noch stärker in unserer pädagogischen Arbeit zu verankern.“

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