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Stadtrundgang ohne Stufen und Hindernisse

Der Rundgang ist mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator gut zu befahren. In etwa 90 Minuten führt er durch die Innenstadt über einladende Plätze, durch sehenswerte Straßen und entlang zahlreicher Sehenswürdigkeiten. In der Touristinfo (Station 9, Kleine Burg 14) stehen barrierefreie Toiletten sowie ein Wickelplatz zur Verfügung.

Das Café in der Touristinfo bietet sich für einen Zwischenstopp an. Es ist barrierefrei zu erreichen.

Auskünfte erteilen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne am barrierefreien Counter.

Öffnungszeiten:
Mo. - Fr. 10:00 - 18:30 Uhr
Sa. 10:00 - 16:00 Uhr

Adventssamstage 10:00 - 18:00 Uhr
24. und 31.12. geschlossen

1. Mai bis 30. September auch
So. 10:00 - 12:00 Uhr

An den verkaufsoffenen Sonntagen
(28.01., 06.05., 30.09. und 04.11.2018)
13:00 - 18:00 Uhr

Burgplatz

Burgplatz

Der Burgplatz ist ein Ensemble von hoher geschichtlicher und kultureller Bedeutung. Seit dem 9. Jahrhundert lag hier der Fürstensitz der Brunonen. Herzog Heinrich der Löwe hat den Burgplatz im 12. Jahrhundert zum Zentrum der welfischen Macht ausgebaut. Er wird umgrenzt von der Burg Dankwarderode, dem Dom St. Blasii, dem klassizistischen Vieweghaus (Landesmuseum, Zugang seitlich ohne Treppe, Aufzüge, Behindertentoilette) und schönen Fachwerkbauten. Im Mittelpunkt des Platzes steht das Löwenstandbild. Der Bronzeguss aus dem Jahre 1166, einst vergoldet, wurde von Heinrich dem Löwen als Wahrzeichen seiner Macht und seiner Gerichtsbarkeit als erste freistehende Plastik nördlich der Alpen errichtet. Das Original und Teile des Welfenschatzes können in der Burg Dankwarderode, der ehemaligen Residenz Heinrichs des Löwen, besichtigt werden. Die Burg wurde 1887 nach dem Original-Grundriss von 1175 rekonstruiert und wieder errichtet.

Dom St. Blasii

Die ehemalige Stiftskirche St. Blasii auf der südlichen Seite des Burgplatzes ist heute evangelisch-lutherischer Dom. Er wurde von Heinrich dem Löwen in den Jahren 1173 bis 1195 als dreischiffige Gewölbebasilika errichtet. Heinrich der Löwe bestimmte diese Kirche als seine Grabstätte, wo er 1195 auch neben seiner Gemahlin Mathilde bestattet wurde. Auch die Grabstätte Ottos IV., deutscher Kaiser und König, Sohn Heinrichs des Löwen befindet sich im Dom. Zu den wichtigsten Kunstwerken gehören der Marienaltar (1188), der siebenarmige Leuchter (um 1170/80) und das aus Holz geschnitzte Kruzifix des Meisters Imervard, kunstvolle Wandmalereien sowie das Grabmal von Heinrich dem Löwen und Mathilde.

Der Eingang zur Kirche am Domplatz ist barrierefrei. Der Eingang am Burgplatz hat Treppen und ist somit nicht mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator passierbar.

Rathaus

... und Platz der Deutschen Einheit. Der neugotische Bau wurde 1894 bis 1900 vom damaligen Stadtbaurat Ludwig Winter errichtet. Mit 61 m Höhe und 161 Stufen bietet der Rathausturm einen attraktiven Blick über die Stadt. Turmbesteigungen sind in der Woche von 9 Uhr bis 15 Uhr möglich. Der Rathauseingang ist mit reichen Maßwerkfenstern geziert. Sie werden von vier Figuren umrahmt, die die Bereiche Wissenschaft, Kunst, Handwerk und Handel darstellen. Auf dem angrenzenden Platz der Deutschen Einheit steht ein Fragment der ehemaligen Berliner Mauer. Sie erinnert an den 20. Jahrestag der Wiedervereinigung am 3. Oktober 2010.

Der Altbau ist über den Neubau barrierefrei zu erreichen. Eine Wechselsprechanlage ist vorhanden.

Residenzschloss

Das klassizistische Braunschweiger Residenzschloss wurde von 1831 bis 1841 nach Plänen von Carl Theodor Ottmer errichtet, im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und schließlich 1960 vollständig abgetragen. Im Jahr 2006, 46 Jahre nach dem Abriss, wurde die Hauptfassade samt Schlossvolumen mit mehr als 600 Originalteilen anhand alter Pläne und historischer Fotos in ursprünglicher Größe und am historischen Platz weitgehend originalgetreu wiedererrichtet. Im benachbarten Einkaufszentrum „Schloss-Arkaden“ entstanden ca. 150 Geschäfte und Restaurants. Wie bei dem historischen Schloss, steht auf dem Portikus des Residenzschlosses eine Wagenlenkergruppe. Sie ist die größte Quadriga Europas, mit der Stadtgöttin Brunonia als Wagenlenkerin. Die Gruppe aus Siliziumbronze ist mehr als neun Meter hoch, 7,5 m breit, und 9,5 m lang und wiegt 25,8 Tonnen. Die Quadriga kann über eine Besucherplattform besichtigt werden. Der Aufstieg befindet sich rechts vom Portikus. Besichtigungen sind im Sommer von 10 bis 20 Uhr und im Winter von 10 bis 16.30 Uhr möglich. Die beiden Reiterstandbilder auf dem Schlossplatz stellen Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig (1735-1806) und seinen Sohn Friedrich Wilhelm (1771-1815) dar.

Um zum Magniviertel zu gelangen, muss der Bohlweg überquert werden. Über den Bohlweg verlaufen Straßenbahnschienen.

Magniviertel

Das Magniviertel gehört zu den ältesten Vierteln der Stadt. Mit zahlreichen Fachwerkhäusern versprüht es einen eigenen, urigen Charme. Kontrastpunkt ist das kunterbunte „Happy RIZZI House“ an der Kreuzung zur Georg-Eckert-Straße, das vom New Yorker Künstler James Rizzi gestaltet wurde. Die zahlreichen gut erhaltenen Häuser rund um die 1956 wiederaufgebaute Magnikirche und den Magnikirchplatz und die reizvollen kleinen Straßenzüge wie die Herrendorftwete am Magnitor östlich von St. Magni machen einen Bummel durch das historische Viertel zu einem Genuss. Am Ende des Magniviertels befindet sich das Städtische Museum (Gebäude, Fahrstuhl, WC für Rollstuhlfahrer voll zugänglich).

Auf dem Übergang zurück in die Fußgängerzone verlaufen Straßenbahnschienen. Fußgängerampeln sind vorhanden.

Straßenzug Hutfiltern/Damm

Straßenzug Hutfiltern/Damm

Der Name "Damm" leitet von einer alten Straßenverbindung zwischen Altstadt und Altewiek über die Oker her. Eine Bebauung ist seit dem frühen 14. Jahrhundert bezeugt. In dieser Straße war seit dem Pestjahr 1472 auch das Hospital der Alexienbrüder zur Krankenpflege errichtet. Die Straße "Hutfiltern" verlängerte diesen Verbindungsweg zum Kohlmarkt. Hier siedelten sich seit dem 14. Jahrhundert Filzhutmacher an, die der Straße ihren Namen gaben. Der Straßenzug ist heute Teil der Fußgängerzone und wird geprägt durch bis zu fünfgeschossige Bauten in den Formen der Neurenaissance, teilweise in historischem Fachwerkstil, im gemäßigten Jugendstil und im Stil des Neoklassizismus.

Kohlmarkt

Urkundlich erstmals 1342 unter der Bezeichnung "uppe deme kolemarkede" erwähnt, ist der Kohlmarkt jedoch viel älter und bildete schon im 10. Jahrhundert eine der frühen Siedlungen der Stadt. Der Kohlmarkt spielte in der Frühzeit der Stadt Braunschweig als Kreuzung wichtiger mittelalterlicher Fernhandelsstraßen eine entscheidende Rolle. Er ist heute ein beliebter Treffpunkt in der Löwenstadt und Schauplatz zahlreicher Veranstaltungen. Seine Charakteristik liegt in der Vielfalt seiner baulichen Gestaltung mit historischen Fassaden als Abbild seiner reichen Geschichte. Sehenswert sind die Fassaden vom „Haus zum goldenen Stern“ und vom „Haus zur Rose“ an der Ecke zur Schuhstraße, sowie von dem gegenüberliegenden „Haus zur Sonne“.

Altstadtmarkt

Der im 12. Jahrhundert angelegte Platz war Haupt- und Jahrmarkt, Messeplatz und Hinrichtungsstätte sowie ein Ort für die Austragung von Reiterspielen, Paraden und Huldigungen. Noch heute bieten die St. Martini-Kirche (12.-14. Jahrhundert), das Gewandhaus und das Altstadtrathaus, eine einzigartige Kulisse für den traditionellen Wochenmarkt. Das Altstadtrathaus, heute Museum (Gebäude, Fahrstuhl, WC voll zugänglich) ist eines der schönsten gotischen Baudenkmäler der Stadt, an dessen Laubengang das historische Handelsmaß – die Braunschweiger Elle – eingelassen ist. Der Marienbrunnen (1408) ist natürlicher Mittelpunkt des Platzes. Das alte Zoll- und Landwehrhaus (1643) wurde 1948 bis 1950 aus Rüningen auf die Südseite des Altstadtmarkts umgesetzt. Das angrenzende Gewandhaus von 1590 diente als Lager und Verkaufsumschlagplatz der Gewandschneider, der vornehmsten Gilde der Altstadt. Es beherbergt heute die Industrie- und Handelskammer. Die Schaufassade am Eingang ist schon von der Fußgängerzone aus gut zu sehen. Sie zählt zu den bedeutendsten Werken der Renaissancebaukunst in Braunschweig.

Auf dem Weg zum nächsten Punkt, der Kleinen Burg, bietet sich am Ende der Schuhstraße ein kleiner Abstecher zum Ringerbrunnen (1974/1975) vom Bildhauer Jürgen Weber an, bevor es zurück zum Straßenzug Kleine Burg geht.

Kleine Burg / Stiftsherrenhäuser

Kleine Burg

Die Kleine Burg ist einer der erhaltenen alten Straßenzüge Braunschweigs mit sehenwerten Fachwerkbauten. Die Stiftsherrenhäuser, Kleine Burg 2 - 4, wurden um 1500 vom Stift St. Blasii erbaut und dienten als Wohnungen für die Stiftsherren, die zumeist herzoglichen Kaplane , die bei Hof mit wichtigen Aufgaben betraut waren. Gegenüber befindet sich die Touristinfo. Hier bietet es sich an, einen Stopp einzulegen und im Heimbs-Shop mit Café gemütlich eine Erfrischung zu sich nehmen.