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Einbürgerung

Ausländer haben nach einem 8-jährigen rechtmäßigen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland einen Anspruch auf Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung, wenn die unten angegebenen Voraussetzungen erfüllt sind. Wird die erfolgreiche Teilnahme an einem Integrationskurs nachgewiesen, verkürzt sich die Frist auf 7 Jahre.

Ehegatten und minderjährige Kinder können mit eingebürgert werden, auch wenn sie sich noch nicht seit 8 Jahren rechtmäßig im Inland aufhalten.

Die Einbürgerung erfolgt nur auf Antrag.

Voraussetzungen

Der Anspruch auf Einbürgerung hat folgende wesentliche Voraussetzungen:

  • seit 8 Jahren (7 Jahren) einen rechtmäßigen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland
  • der Einbürgerungsbewerber ist freizügigkeitsberechtigter Unionsbürger oder besitzt eine Niederlassungserlaubnis oder eine bestimmte Aufenthaltserlaubnis (nähere Einzelheiten hierzu können Sie bei Ihren Ansprechpartnern erfahren)
  • Bekenntnis zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland
  • keine verfassungsfeindlichen Betätigungen
  • in der Regel Sicherung des Lebensunterhalts ohne Inanspruchnahme von Leistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (Grundsicherung für Arbeitssuchende) oder Zwölften Sozialgesetzbuch (Sozialhilfe)
  • keine Verurteilung zu einer Straftat, ausgenommen Bagatelldelikte
  • grundsätzlich Aufgabe oder Verlust der bisherigen Staatsangehörigkeit/en (ausgenommen Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder der Schweiz)
  • ausreichende deutsche Sprachkenntnisse
  • Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland

Hinweise zum Antrag

Bitte füllen Sie den Einbürgerungsantrag vollständig aus. Für Minderjährige ab dem 16. Lebensjahr ist ein eigener Antrag erforderlich. Unterschreiben Sie den Einbürgerungsantrag erst bei der Abgabe bei Ihrer Einbürgerungsbehörde.

Bitte informieren Sie sich bei Ihren Ansprechpartnern.

Ermessenseinbürgerung

Hier kann bei der Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen eine Einbürgerung nach Ermessen der Behörde erfolgen, wenn im Einzelfall ein öffentliches Interesse an der Einbürgerung festgestellt werden kann. Es gelten für bestimmte Personengruppen (z. B. Ehegatten oder Lebenspartner Deutscher, anerkannte Flüchtlinge) kürzere Aufenthaltszeiten als bei der Anspruchseinbürgerung.

Bitte informieren Sie sich bei Ihren Ansprechpartnern.

Unterlagen

Die Angaben im Einbürgerungsantrag sind von dem Einbürgerungsbewerber nachzuweisen und durch Urkunden und Unterlagen zu belegen. Dabei handelt es sich regelmäßig um

  • gültige/n Pass/Pässe oder andere Urkunden zur Identitätsfeststellung und zum Nachweis der Staatsangehörigkeit/en
  • gültigen Aufenthaltstitel (Scheckkartenformat)
  • Nachweis über den Personenstand, z. B. Geburts- oder Abstammungsurkunde, ggf. Eheurkunde
  • eigenhändig geschriebener Lebenslauf (nur von Personen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben); der Lebenslauf soll eine Schilderung des persönlichen und beruflichen Werdegangs enthalten
  • Lichtbild aus neuerer Zeit (nur von Einbürgerungsbewerbern, die das 16. Lebensjahr vollendet haben)
  • Nachweis über Einkommen und Vermögen (z. B. Verdienstbescheinigungen, Steuerbescheide, Rentenbescheide, Unterhaltsregelungen)
  • Nachweis ausreichender deutscher Sprachkenntnisse entsprechend den Anforderungen der Sprachprüfung zum Zertifikat Deutsch (Sprachniveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen) in mündlicher und schriftlicher Form
  • Einbürgerungstest zum Nachweis der Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland. Dieser Test wird in Braunschweig bei der Volkshochschule abgelegt. Der Einbürgerungstest ist nicht erforderlich, wenn ein Abschluss einer deutschen Hauptschule oder ein vergleichbarer oder höherer Schulabschluss einer deutschen allgemeinbildenden Schule nachgewiesen werden kann.

Weitere Unterlagen können erforderlich sein, z. B. Nachweise über einen besonderen Status (Asylberechtigter, ausländischer Flüchtling u. a.), Nachweise über die Annahme als Kind, Nachweise über die Auflösung der Ehe.

Beachten Sie bitte die folgenden Hinweise:

Alle Unterlagen verbleiben grundsätzlich bei den Akten der Einbürgerungsbehörde. Reichen Sie deshalb bitte möglichst keine Urschriften (Originale), sondern beglaubigte Abschriften oder Ablichtungen ein; eine Ausnahme gilt für deutsche Personenstandsurkunden, die jederzeit ohne Schwierigkeiten erneut beschafft werden können. Diese Urkunden sind im Original einzureichen und dürfen nicht älter als 6 Monate sein. Abschriften oder Ablichtungen können auch von der Einbürgerungsbehörde beglaubigt werden, wenn die Originale vorgelegt werden. Von Unterlagen in fremder Sprache wird außer dem Original oder einer beglaubigten Abschrift oder Ablichtung zusätzlich eine deutsche Übersetzung benötigt. Diese Unterlagen müssen von einem öffentlich bestellten oder beeidigten Dolmetscher oder Übersetzer erstellt sein. Sie erleichtern die Bearbeitung Ihres Einbürgerungsantrags, wenn Sie alle benötigten Unterlagen gesammelt auf einmal einreichen.

Gebühren

Die Gebühr für die Einbürgerung beträgt grundsätzlich 255,00 Euro. Für minderjährige Kinder, die miteingebürgert werden, beträgt die Gebühr jeweils 51,00 Euro. Die anfallende Gebühr ist bei Antragstellung zu entrichten.