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Digitalisierung und Smart City

Braunschweig soll zu einer „Smart City“ werden, die sich durch fortlaufende Innovationsprozesse und hochgradige Vernetzung auszeichnet. Das Spektrum reicht dabei von Nachhaltigkeit in sozialer und ökologischer Hinsicht bis zu neuartigen technischen Lösungen, die durch Digitalisierung von Prozessen möglich werden. Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK), an dessen Inhalten die Braunschweig Zukunft GmbH mitarbeitet, berücksichtigt diese Entwicklungen: Im Rahmen der Strategie 3.4 – „Ideale Bedingungen für Neues schaffen: Braunschweig als Innovationsstadt profilieren“ – findet die intelligente Vernetzung der Stadtgesellschaft und die Entwicklung zu einer Smart City ausdrücklich Berücksichtigung und soll somit Leitbild für die kommenden Jahre werden.

Testfeld für digitales und vernetztes Fahren

Braunschweig wurde vom Bundesverkehrsministerium als Testfeld beim digitalen Feldversuch für automatisiertes und vernetztes Fahren (AVF) im Realverkehr ausgewählt. Unter dem Titel "Digitaler Knoten 4.0" werden auf einem innerstädtischen Testfeld in Braunschweig digitale Lösungen für Verkehrsknoten (Kreuzungen) mit Mischverkehren entwickelt. Der Bund fördert das Projekt mit 5,8 Millionen Euro.

Deutschlandweit einzigartige Grossforschungsanlage

Mit der Anwendungsplattform Intelligente Mobilität (AIM) hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Voraussetzungen für die Berücksichtigung Braunschweigs für den digitalen Feldversuch des Bundes geschaffen. Seit 2014 steht Forschern diese deutschlandweit einzigartige Großforschungsanlage zur Verfügung, die das komplette Spektrum der Verkehrsforschung abbilden kann. So können wissenschaftliche Einrichtungen, aber auch kleine, mittelständische und große Unternehmen individuell an „ihren“ Themen forschen und ihre Inventionen in Innovationen umsetzen.

Handyparken

Startschuss für das Handyparken in Braunschweigs Innenstadt. Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa, Klaus Benscheidt, Fachbereich Tiefbau und Verkehr, Matthias Mandelkow, Sunhill Technologies, und Lutz Paschen, Fachbereich Bürgerservice, probierten das dafür verwendete System TraviPay aus. (Foto: Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen)

In Braunschweig können Innenstadtbesucher ihre Parkgebühren mit dem Handy bezahlen - ganz ohne Bargeld. Neben dem herkömmlichen Kauf eines Parkscheins am Parkscheinautomaten können die Nutzer nun zusätzlich bequem ihren Parkschein per SMS oder die zu installierende Smartphone-App TraviPay® (kostenlos für iOS und Android) erwerben. Über die App wird dem Nutzer automatisch der aktuelle Standort samt dazugehörender Parkzone angezeigt. Mit der Zusatzfunktion „Zurück zum Auto“ kann sich der Nutzer zum Fahrzeug navigieren lassen. Mittels internetfähiger mobiler Datenerfassungsgeräte kann die städtische Verkehrsüberwachung durch die Eingabe des Kfz-Kennzeichens nachvollziehen, ob die Parkgebühren entrichtet worden sind.

„Das Ziel vor Augen, Braunschweig zu einer Smart City zu entwickeln, arbeiten wir mit der Volkswagen Financial Services AG (VW FS) in Braunschweig im Rahmen der ‚Forschung und Entwicklung im Sektor smarte Mobilität und mobiles Bezahlen‘ zusammen“, sagte Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa bei der Vorstellung des Systems TraviPay© der VWFS-Tochterfirma sunhill technologies. „Diese Kooperation soll der Stadt Braunschweig und dem Partner VW FS AG ermöglichen, intelligente und damit smarte Mobilitätsangebote zu erproben.“

Öffentliches WLAN in der Braunschweiger Innenstadt

Unter anderem am Kohlmarkt können Innenstadtbesucher das öffentliche WLAN kostenlos nutzen. (Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH)

Nachdem der Rat der Stadt einen Antrag zur Errichtung eines öffentlichen WLAN-Netzes beschlossen hatte, taten sich die Partner htp und BS|ENERGY zusammen und richteten im Frühjahr 2016 ein öffentliches und kostenloses WLAN an den Standorten Schlossplatz einschließlich Ritterbrunnen sowie Abschnitten der Dankwardstraße und Georg-Eckert-Straße, Bohlweg und Kohlmarkt ein. Die Bedienung ist leicht: Einfach im WLAN-Menü „BS|HotSpot“ auswählen, die Nutzungsbedingungen akzeptieren und schon ist man für eine Stunde kostenfrei im Internet. Die ersten zwei Jahre sind als Pilotphase angelegt, die Rückschlüsse auf das Nutzerverhalten liefern und Fehler bei einem möglichen weiteren Ausrollen vermeiden helfen soll.

Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa über BS|HotSpot: „Wir wollen eine attraktive Innenstadt mit großer Aufenthaltsqualität bieten. Dazu gehört für immer mehr Menschen neben Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie und einem stimmigen Stadtbild die Verfügbarkeit mobilen Internets. Ich danke BS|ENERGY und htp für ihr Engagement, das eine zusätzliche Aufwertung für unsere starke Innenstadt bedeutet.“ Mit dem WLAN werde die Innenstadt auch für Geschäftsreisende attraktiver. Es sei zudem wichtige Voraussetzung, um im Bereich der Smart City neue Angebote zu schaffen. „Wir arbeiten weiter an einer regionalen Lösung, insbesondere mit Salzgitter und Wolfsburg. Der lokale Start an zwei Plätzen in Braunschweig ist in eine regionale WLAN-Ausweitung implementierbar.“

Auf dem Weg zur Industrie 4.0

„Davon profitiert auch Braunschweig“, freute sich Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa, als der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, bekannt gab, dass das Produktionstechnische Zentrum (PZH) der Leibniz Universität Hannover eines von bundesweit zunächst fünf Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren wird. Seit Mitte 2016 wird dort nun praxisrelevantes Wissen zur Anwendung von digitalen Technologien und Industrie 4.0-Anwendungen aufbereitet. Mittelständische Betriebe werden bei der Digitalisierung durch Anschauungs- und Erprobungsmöglichkeiten zielgerichtet unterstützt. Am Kompetenzzentrum beteiligt ist ein Konsortium niedersächsischer Forschungsinstitute und Industrieunternehmen, darunter auch die Technische Universität Braunschweig.

Kostenlose Schulungen für Unternehmer

Kleine und mittlere Unternehmen können sich vom Kompetenzzentrum kostenlos beraten lassen und praxisnah mit neuen Digitalisierungs- und Industrie 4.0-Lösungen vertraut machen.